Das Memoryprojekt


Eröffnung I - 6.Mai.2018, 15:00

&

Eröffnung II -  September 2018

 


Zwei Ausstellungsprojekte 2018 / Projektskizze


Memory - Pairs - Paare (Seit dem 12. Jahrhundert als Kai-Awase (dt.“Muscheln zusammenfügen“)


In der Region Mühlberg ist 2015 aus dem Mühlberger Heimatmuseum das Museum „Mühlberg 1547“ erwachsen. Hier wird an eine eine Schlacht zwischen katholischen und protestantischen Kräften erinnert, die bis ins heutige Spanien als glorreiche Geschichte des siegreichen Katholiken Karls V. weiterlebt.


Aus der Selbstdarstellung des Museums:

Ein Großteil der Dauerausstellung widmet sich der Schlacht bei Mühlberg. Eine Medieninszenierung, die die Ereignisse aus drei unterschiedlichen Perspektiven vorstellt, bildet den Mittelpunkt.


Der zweite Schwerpunkt des neuen Museums widmet sich weiteren Aspekten der spannenden Geschichte der Stadt. Zu erzählen gibt es vieles: die Anfänge der Stadt durch Burg und Schloss, die wechselnde Länderzugehörigkeit, das Leben am Fluss mit Handwerk und Hochwasser und auch die Erinnerung an das Kriegsgefangenen- und Speziallager.


Das Museum „Mühlberg 1547“ ist in einem Museumsverbund der Kreismuseen Finsterwalde mit dem Schwerpunkt der Chorgeschichte und Bad Liebenwerda mit dem Schwerpunkt der Geschichte des Mitteldeutschen Wandermarionettentheaters, sowie dem Museum Schloß Doberlug organisiert.


Im Kontext des Museums „Mühlberg 1547“ versteht sich die Galerie „ALTENAU 04“ im OT Altenau als Ort, an dem die moderne bildende Kunst eine Bühne hat. Gerade im ländlich geprägten Raum ist die Idee moderner Bildender Kunst nicht mit den Segnungen breitester Interessiertheit konfrontiert. Und doch zeigt die Arbeit der Galerie seit 2004, dass es dieser Anstrengungen bedarf und zu einem kulturellen Austausch führt. Erbe bleibt nur lebendig, wenn es Fortsetzung im Gegenwartsschaffen findet!


Eine kurze Historie der Galerie: Archiv


2018 planen wir zwei Ausstellungsprojekte, die die alte Kulturtechnik des Brennens von Erden der neuzeitlichen Technik des Fotografierens, des Abbildens per Licht, gegenüberstellt. Im Mai 2018 werden Arbeiten der Plastikerin Silvia Klöde-Hoffmann, die über Jahre in der Porzellanmanufaktur Meißen plastisches Design geschaffen hat, den Arbeiten des Fotografen Hans-Peter Klut, der in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Sachfotografie der Rüstkammer erstellt, und in einem zweiten Werkblock, ein sehr persönliches menschliches Abbild zeigt, in einem spannungsreichen Dialog präsentiert. Die freien Arbeiten der Porzellankünstlerin sind zur Perfektion getrieben und führen das Porzellan in der Tradition Meißens stehend, vollendet in Form und Oberfläche vor.


Dazu zeigen sich die Sachaufnahmen in ästhetischer Brillanz und die Schwarzweißfotografien bilden einen scharfen Kotrast zum weißen Porzellan.


Sylvia Klöde-Hoffmann

1956 in Kleinmachnow geboren•

1973 - 1977 Lehre in der staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen•

1978 Arbeit im Beruf•

1975-1978 Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden•

1978-1983 Direktstudium an der HfBK Dresden, Sektion Plastik, Diplom bei Professor Gert Jäger•

1983 Abschluss als Diplom-Bildhauerin•

1986 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR•

1983-2011 Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, Abteilung “Neue Künstlerische Entwicklung” •Tätigkeitsfelder: Produktentwicklung, Wandgestaltung, Schmuck, Raumplastiken, Figurenentwicklungen für Tisch und Tafel, Medaillenentwicklung, Unikate, Mitarbeit bei Servicekomplexen wie “Fabula” und Wellenspiel

1993 Mitglied in der Gesellschaft für Medaillenkunst Deutschlands•

seit 2012 als freischaffende Diplom Bildhauerin tätig•


“ ...Die Frau als eigenständige, eigenwillige, eigensinnige, eigenmächtige und selbstbewusste Persönlichkeit wird zum Credo ihres plastischen Schaffens bei Meissen. Ihre Arbeiten werden fortan verbunden sein mit ästhetisch Erlebtem und Erlebbarem, mit Freundlichkeit, Heiterkeit, Menschlichkeit, Wandlungsfähigkeit, Optimismus und Standhaftigkeit. Auch die “Männerwelt” wird sie in ihrer “Frauenwelt” aufnehmen: Witzig, charmant und tolerant! Ihre plastischen Arbeiten sind von sympathischer Ausstrahlung sowohl in der Formentwicklung als auch in ihren eigenen farbigen Fassungsvarianten. Dieses Aufrechte und Aufrichtige, diese Geradlinigkeit kommt sehr markant im Aufbau ihrer Figuren zur Anschauung ...”

Dr. phil. Hans Sonntag in KERAMOS (2011)


Ab September 2018 stehen die, nicht auf der Töpferscheibe gedrehten sondern die freigeformten Keramiken von E.R.N.A. im Kontext der strukturell-konstruktivistischen Fotografien des Peter Zimolong im Dialog.


E.R.N.A.

Die gebrannte Linie,


Peter Zimolong

www.peter-zimolong.de

* 1973 in Dresden

lebt und arbeitet in Dresden

seit 2012 Mitglied im Künstlerbund Dresden e.V. (BBK)

seit 2012 Gründungsmitglied des Branchenverbandes der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft e.V. „Wir gestalten Dresden“

seit 2010 Freischaffend tätig

seit 2005 Freiberufliche Tätigkeiten: Systemische Beratung & Fotografie

2003 - 2005 Weiterbildung zum Systemischen Berater

1998 - 2009 Angestellter in verschiedenen Bereichen der Jugendsozialarbeit

1994 - 1998 Studium der Sozialarbeit/-pädagogik in Dresden

1990 - 2000 Ehrenamtliche und Honorartätigkeiten in der offenen Jugendarbeit / Soziokultur

1989 - 1993 Ausbildung zum Energieelektroniker


Fotografieren ist für mich eine Möglichkeit, mich mit meiner Welt auseinanderzusetzen, mich ihr mit Abstand zu nähern, sie im und durch den Rahmen anders zu erkennen – zu fokussieren; meine Wahrnehmungen zu kommunizieren – Perspektiven einzunehmen und mitzuteilen, Augenblicke zu  transportieren;  –  auszuwählen und zu arrangieren, ohne das sichtbar werdende bewerten zu wollen.

© Peter Zimolong | Dresden | 2008


Peter Zimolong beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Kommunikation, der Offenheit für verschiedene Standpunkte, um diese miteinander zu teilen - einander mitzuteilen. Mit dieser Intention führte ihn sein Weg über verschiedene Tätigkeiten im sozialen Bereich, der Selbstreflexion im Studium und verschiedenen  Weiterbildungen zur vordergründigen künstlerischen Auseinandersetzung und Ausdrucksweise.


Mein aktueller Arbeitstitel lautet: Reflexionen.

Dabei beschäftigt mich das Thema Wirklichkeit, Konstruktion von Wirklichkeit sowie Wahrnehmung und die Auseinandersetzung mit dieser  –  im  physikalischen und im philosophisch erkenntnistheoretischen  Sinne. Die Motive zeigen Reflexionen in Form von Spiegelungen und Gedanken/Denkanregungen oder Kommentaren, die sich u.a. an so mancher Häuserwand finden lässt und teilweise von mir stilistisch weiterverarbeitet oder in einen Kontext gesetzt werden.


Den Hintergrund für die Arbeiten bildet meine Auseinandersetzung mit Kommunikation im Kontext einer systemisch-konstruktivistischen Herangehensweise  – mit der Beschäftigung zu Fragen nach Wirklichkeit und Wahrheit, der Relativität von Raum, Zeit und Individuum – oder einfach ausgedrückt: Ich sehe was, was Du nicht siehst – gesehen hast.


Dementsprechend dient mir die Fotografie als Basis – als Rohstoff, um aus diesem die mir wesentlich erscheinenden Momente und Details weiter herauszuarbeiten, anschließend teilweise zu überarbeiten oder auch zu verfremden.


erFINDE dEINE WAHRHEIT

erFINDE dEINE WIRKLICHKEIT

erFINDE dICH selbst

erFINDE dEINE verANTWORTung


Weitere Arbeitsstränge im Kontext der Fotografie bilden die Themen: Architektur – Design und Stadtentwicklung, Urbane Tektonik, Natur und Landschaft, Portraits und im speziellen meine Heimatstadt Dresden.


Im Rahmen meiner Ausstellungen versuche ich durch die Zusammenstellung unterschiedlicher Betrachtungsweisen Kontraste und Freiräume entstehen zu lassen, – das jeweilige Thema aus mehreren Gesichtspunkten zu beleuchten.


Von Zeit zu Zeit dienen mir auch Worte als Ausdrucksmittel, die sich dann in Aphorismen, Wortspielereien, kurzen Texten oder Gedichten zusammen(–)finden.

© Peter Zimolong | Dresden | 2011/12


Um zur Ausgangsidee des Memory zurückzukehren, muss gesagt sein, dass die Galerie ALTENAU 04 im ALTEN PFARRHOF 2018 erneut einen Versuch startet, verschiedenste Kulturebenen und Kulturpraktiken zusammenzuführen und für ein Publikum bereitzustellen, das zwischen den urbanen Zentren lebt. Und zur Verstärkung, manche nennen es Synergieeffekt zur Förderung von Ideenverbreitung, scheint es stringent geraten, viele Kräfte zu bündeln.


Paul Böckelmann / Galerie im ALTEN PFARRHOF ALTENAU 04.            Altenau, 12.Juli 2017


Impressionen GartenumbauImpressionen/Impressionen.html
ImpressumImpressum.html