Miguel Sanoja

 

Miguel Sanoja 1948 - 2003 / Ausstellung vom 8. Mai bis 31.Juli 2016

Caracas, Venezuela

Das sind die Daten eines Mannes, der Skulpturen hinterließ.

Ein Foto zeigt ihn als einen in sich gekehrten, schönen Mann.

Die Galeristin Lieselotte Rojas Sanoja kennengelernt zu haben, erweist sich als einer jener Zufälle, die unsere Sicht auf die Welt um Bestes erweitern. Diese Frau flüchtet kurz vor der Errichtung des „Antifaschistischen Schutzwalles“, so die Bezeichnung im Jargon damaliger Propaganda, aus der DDR, wird von ihrer Familie, den Eltern und ihrer Zwillingsschwester, die ebenfalls in den Westen gehen wollten, durch eben diesen Mauerbau getrennt. Die junge Frau überlebt als Dienstmädchen in der Schweiz, heiratet in der Bundesrepublik und wandert nach der Scheidung nach Venezuela/ Caracas aus. Dort gründet sie die Galerie Felix und betreibt sie 35 Jahre.

In dieser Galerie lernt sie die Liebe ihres Lebens, den Plastiker Miguel Sanoja kennen.


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Heinz Weißflog

Miguel Sanoja/Katalog und Vernissage-Text

Ethnologie, antiker Mythos und Kunst

Zu den Bronzen von Miguel Sanoja

Eine verhüllte, mit Bändern umschlungene Figur, balanciert auf den Planken einer quer liegenden Leiter, die gehalten wird von einem Stein über einem Abgrund. "Auf der Brücke" nannte der venezolanische Bildhauer Miguel Sanoja eine seiner vielen Bronzen, eine filigrane Kleinplastik, die im tiefen Grünschwarz der Patina Gleichnis für das Dasein des Menschen auf der Erde ist, aber auch für das kosmische Prinzip von Yin und Yang der chinesischen Mythologie, das die Welt spaltet und gleichermaßen zusammenhält. Andererseits erklärt die beispielhafte Arbeit das Weltbild des Künstlers, das auf persönlichen Wurzeln und auf der Archaik indigener indianischer, spanischer, indogermanischer und anderer Überlieferungen beruht,

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Zur Ausstellung erscheint ein Katalog unter dem Titel „Miguel & Lieselotte“, der die Geschichte dieses Liebespaares erzählt.


Die Ausstellung wird gefördert durch: